Zyklus Mamming

Ende April wur­de ich in ein Werk eines gro­ßen Tech­no­lo­gie­kon­zerns mit Sitz in Baden-Württemberg gefah­ren, um dort bei IT The­men zu unter­stüt­zen. Der kur­ze Besu­ch wur­de zu einer inten­si­ven Bezie­hung die künst­le­ri­sche Inspi­ra­tion lie­ferte. Die Fabrik befin­det sich in der lau­schi­gen 3000 See­len Gemein­de Mam­ming im schö­nen Nie­der­bay­ern. Aus die­sem Grund der Name: „Zyklus Mam­ming”.

Je inten­si­ver die Aus­ein­an­der­set­zung mit einem nicht-künstlerischen The­ma, desto grö­ßer ist die Wahr­schein­lich­keit es künst­le­ri­sch zu rezi­pie­ren – zumin­dest für einen Künst­ler. Beson­ders wenn ich nach extrem anstren­gen­den Pha­sen mit 14 Stun­den Schich­ten, wenig Schlaf, Ärger und unge­sun­der Ernäh­rung nach Hau­se kom­me, kann ich nicht schla­fen bevor ich nicht alles raus­ge­malt habe. So ist zum Bei­spiel das Bild “Nach dem Anlauf­test.” ent­stan­den. Der Titel ist für Außen­ste­hen­de nicht zu deu­ten, für Mamming-Auskenner schon. Die Col­la­gen aus Pro­duk­ti­ons­auf­kle­bern, alten Gewich­ten und Absperr­band ver­wan­den die unge­lieb­ten All­tags­ge­gen­stän­de in ästhe­ti­sche Ensem­bles, manch­mal auch mit einem meta­pho­ri­schen Hin­weis. Gewich­te die ein Blatt bis fast ganz oben “zumau­ern”, Pro­duk­ti­ons­auf­kle­ber mit “Gesperrt-Band”, Pro­duk­ti­ons­auf­kle­ber dicht an dicht – ohne Anfang ohne Ende. Eine Lam­pe aus gebrauch­tem Umrei­fungs­band. Zwei­di­men­sio­na­le Band­stü­cke, die sich im Raum als drei­di­men­sio­na­les Objekt aus­brei­ten. Drei­di­men­sio­na­lität hat in Mam­ming, am Anfang, oft gefehlt. Ver­flech­tun­gen gab es manch­mal zu weni­ge, manch­mal zu vie­le. Wei­ter­hin gehö­ren zum Zyklus Mam­ming Fotos. Schnapp­schüs­se die ich mit dem Mobil­te­le­fon gemacht habe. Mit limi­tier­ten Mit­teln (z.B. einer Mobilfunktelefon-Kamera) ein Ergeb­nis erzie­len was über­rascht, steht auch sinn­bild­li­ch für die Zeit in Mam­ming.

Objek­te:

Col­la­gen:

Assem­bla­gen:

Pho­tos:


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