Meine Arbeiten untersuchen, wie sich Systeme zwischen Ordnung, Ideologie und gelebter Realität ausbilden.
ST Kambor-Wiesenberg ist Konzeptkünstler und bedient sich aus den Bereichen Medienkunst, Installation, Theater, Musik, Fotografie, Literatur, Modedesign und Malerei. Seine Werke wurden unter anderem auf Messen, in Kunstvereinen, öffentlichen Gebäuden und Museen in Stuttgart, Frankfurt, Hannover, Magdeburg, Leipzig, Hamburg, Berlin, Dresden und New York gezeigt. Für das Museum of Modern Art (MoMA) lieferte er einen Beitrag zum Katalog Design and the Elastic Mind. Von 2013 bis 2015 studierte er bildende Kunst in Stuttgart. Seit dem arbeitet er als freischaffender Künstler und hält über freiberufliche Engagements im IT-Umfeld, Kontakt zur Außenwelt.
Der Weg über eine technische Berufsausbildung, die Arbeit in einem Kohlekraftwerk, das Studium von Informatik, Physik sowie Management, verbunden mit zehn Vollzeit und sieben Teilzeit Jobs in vier Bundesländern sowie sieben Umzügen in dreizehn Jahren war kein Umweg, sondern der gerade Weg zur Kunst. (ST, 2014)
Geburt & Name
ST wurde am 1. Januar 1979 mit dem Nachnamen seiner Mutter (Wiesenberg) in Cottbus, einer Großstadt an der Spree, im Osten der Deutschen Demokratische Republik (DDR) im heutigen Brandenburg geboren. Die Mutter war Sekretärin im VEB Energiekombinat Cottbus, der Vater freiberuflicher Artist. Am 9. September 1980 wurde für ihn, aufgrund der damals geltenden Gesetze, eine neue Geburtsurkunde mit dem Nachnamen seines Vaters (Kambor) ausgestellt, was bis heute der in seinem Ausweis eingetragene Nachname ist. Kambor-Wiesenberg ist für ihn jedoch der einzig korrekte und akzeptable Nachname, da er Mutter und Vater gleichermaßen repräsentiert. Die Eintragung als Künstlername ist aber abgelehnt worden, weil nach deutschem Personalausweisgesetz der Künstlername den bürgerlichen Namen nicht enthalten darf. Dieser Umstand spielt für ihn jedoch keine Rolle. Denn nach Grundgesetz Artikel 5, ist er als Künstler in seinem Handeln frei und das schließt den Namen mit ein. ST (wird bevorzugt Englisch ausgesprochen estiː nicht Deutsch estee).
Künstlerische Ausbildung
2024 Aufnahme in den Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) & den Berufsverband bildender Künstler*innen e.V.
2024 Pentiment Internationale Sommerakademie für Kunst und Design in Hamburg, Hochdruck / Linoldruck bei Verena Wald.
2021 Pentiment Internationale Sommerakademie für Kunst und Design in Hamburg, Text- Bild-Kombinationen bei Tilman Knop.
2020 Internationale Dresdner Sommerakademie, Malerei bei Eva Blanché und Siebdruck bei Michael Hacker.
2019 Hamburg Coding School, Full-Stack Web Development
2016 Aufnahme als Künstlermitglied im Württembergischen Kunstverein Stuttgart
2016 Internationale Dresdner Sommerakademie, Fotografie bei Nora Bibel und Zeichnung bei Bettina Krieg.
2016 Leipziger Sommerakademie, Malerei bei Theo Boettger.
2015 Internationale Dresdner Sommerakademie, Malerei bei Sophia Schama und Plastik / Installation bei Daniela Hoferer.
2013 – 2015 Studium der bildenden Kunst in Stuttgart bei Maria Grazia Sacchitelli (Zeichnung), Gez Zirkelbach (Malerei) und Wolfram Isele (Druck).
2011 – 2013 Studium zum Master of Business Administration (MBA) in Stuttgart, Berlin, Mailand und Beijing.
2011 Modedesign, Modezeichnung, Techniken der Zeichnung und Collage in Chemnitz bei Marion Eichmann.
2010 – 2011 Nähen, Schneidern, Modegestaltung VHS Chemnitz.
2002 Beginn der autodidaktischen künstlerischen Ausbildung und erste Ausstellung.
2001 – 2006 Studium der angewandten Informatik (Nebenfach Physik) in Isny im Allgäu.
1995 Erste mechanische und elektronische Skulpturen, Kunstprojekte mit Computern, elektronische Musik.
1995 – 1999 Ausbildung zum Energieelektroniker in Jänschwalde in Brandenburg.
Es hat eben 35 Jahre gedauert bis vollständig klar war, dass sich mir die Kunst schon mein ganzes Leben lang in den Weg gestellt hat. Aus unterschiedlichen Gründen habe ich sie zunächst ignoriert. Früher wäre auch kein guter Zeitpunkt gewesen, denn ohne die Arbeit in der „realen Welt“ hätte ich wohl keine Inspiration. Nur Kunst? Ohne Schmerzen, Kabel ziehen, Business value, Bürokratie, Experimente im Reinraum, Dienstreisen, Maschinen aufbauen, Probleme, Hotlines, Erwartungen, Prozesse, Scrum und Taskboard? Geht nicht. Ich sehe die Zeit als Ausbildungszeit zum Künstler und habe nebenbei ein paar praktische Dinge aus der Elektrotechnik, Physik, Informatik, Betriebswirtschaft und über Menschen gelernt. Es hätte schlechter laufen können. (ST, 2014)

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