Streik beendet.

In die­ser Woche habe ich gestreikt, weil ich mehr Geld woll­te als der Markt zu geben bereit ist und ich zu dumm bin, die  Markt­wirt­schaft als ein selbst­re­gu­lie­ren­des und selb­st­op­ti­mie­ren­des Sys­tem, unter der ange­nom­me­nen Vor­aus­set­zung einer Entscheidungs- und Hand­lungs­frei­heit der Wirt­schafts­sub­jek­te, auf­zu­fas­sen. Ange­bot und Nach­fra­ge regu­lie­ren den Preis. (sie­he: Ich strei­ke, bis ich mehr Geld bekom­me.) Trotz­dem hat es funktioniert.

Ich erklä­re den Streik für been­det. Ich bin mit mei­nen blo­cka­de Aktio­nen so vie­len Leu­ten auf die Ner­ven gegan­gen, dass sie zusam­men­ge­legt haben und ich nun mehr Geld für mei­ne Kunst bekom­me. Ich muss so etwas wie ein Betriebs­wirt­schafts­ge­nie sein, denn ich habe den Markt geän­dert. Genau genom­men habe ich den Markt durch Erpres­sung, Streik gezwun­gen moti­viert sich zu ändern anzu­pas­sen. Das ist eine abso­lu­te Welt­idee, sich den Markt so zu machen wie man ihn braucht und die Prei­se ein­fach zu dik­tie­ren. Das hat in dem Staat in dem ich gebo­ren bin schließ­lich gan­ze 40 Jah­re funk­tio­niert. Was kann da schon schief gehen? Das bes­te Markt­ver­sa­gen ist doch immer noch das, was man selbst in der Hand hat. Die Medi­en haben dar­über berich­tet. Ich habe das gemacht, was (fast) alle machen. Ich habe nichts gelernt.

Spiegel Online - Schlichtung im Künstlerstreik

 

 

 

 

 

 

 

Bild Online - Stau durch Künstlerstreik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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